Was sind Haftmagnetsysteme?

Haftmagnetsysteme zeichnen sich durch die optimale Ausnutzung der Magnetkraft aus. Im Vergleich zu herkömmlichen Magneten haben sie eine geringere Reichweite, da sie darauf ausgelegt sind, kleinere Details anzuziehen und zu fixieren. Ihre überdurchschnittlich hohe Haftkraft wird für das Festhalten von Gewichten an Flächen ausgenutzt. Verwendung finden die Haftmagnetsysteme hauptsächlich bei Automatisierungen und Schließungen von Produktionsprozessen. Vorteilhaft sind die Systeme des Weiteren durch ihre mechanische Beständigkeit und die einfachen Montagemöglichkeiten.
Haftmagnetsysteme gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, beispielsweise als Stabgreifermagnete oder Topfmagnete. Topfmagnete sind Elektromagnete, die ein topfförmiges Gehäuse aufweisen. Ihre Wirkkraft resultiert ausschließlich über ihr Magnetfeld. In dem topfähnlichen Gehäuse befindet sich die Magnetspule mit Kern. Ihre magnetische Wirkung haben sie an der ungeschlossenen Seite.

Herstellung von Haftmagnetsysteme

Für die Herstellung von Haftmagnetsystemen werden verschiedene Werkstoffe verwendet. Sehr geläufig ist die Verwendung von Neodym-Eisen-Bor Magneten. Diese gelten als weltweit leistungsstärkste Dauermagnete. Sie weisen eine feinkristalline Struktur auf und werden pulvermetallurgisch durch den Vorgang des Sinterns hergestellt. Bei Neodym-Eisen-Bor Magneten lässt sich ein Energieprodukt feststellen, das bis zu 40% höher ist als bei anderen metallischen Magneten. Dies hat zur Folge, dass der Magnetmaterialeinsatz bis auf ein Minimum reduziert werden kann.
Neben den Neodym-Eisen-Bor Magneten werden auch Samarium-Cobalt-Magnete für die Herstellung von Haftmagnetsystemen eingesetzt. Entdeckt wurden diese Magnete im Jahr 1966 von Dr. Karl J. Strnat. Als besonders vorteilhaft gelten sie, da sie ein starkes Magnetfeld aufweisen, sehr beständig gegen Korrision sind, enorm widerstandsfähig gegenüber der Entmagnetisierung sind und eine herausragende Temperaturbeständigkeit aufweisen.